Schlosssaalvortrag: Freiburger Historiker Ronald Asch spricht über Religionskriege der Frühen Neuzeit und europäische Identität
Von Mühlberg bis zur Schlacht am Boyne (1547 – 1690) die Religionskriege als konstituierendes Element europäischer Identität so lautet der Titel des Vortrags, den der renommierte Freiburger Historiker Prof. Dr. Ronald G. Asch am Donnerstag, 19. Juni, 20.00 Uhr, im Oldenburger Schloss hält. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Schlosssaalvorträge statt, die der Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V. veranstaltet. Sie ist zugleich Teil des von der Universität Oldenburg koordinierten Projekts Freiheitsraum Reformation, das sich in diesem Jahr dem Thema Reformation, Erinnerungskultur, Erinnern und Tod widmet.
Asch ist Hochschullehrer für Neuere Geschichte an der Universität Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte Europas, die Britische Geschichte im 16. und 17. Jahrhundert sowie Krieg und Konfessionen in Mitteleuropa im 17. Jahrhundert. In seinem Vortrag geht der Historiker auf die Religionskriege der Frühen Neuzeit ein und thematisiert die Bedeutung dieser blutigen Konflikte für die Entwicklung Europas. Denn Europa, so Asch, sei nicht in erster Linie eine Wertegemeinschaft, sondern eine Streitgemeinschaft. Gemeinsame Konfliktfelder, aber auch die Fähigkeit, den Streit am Ende beizulegen, hätten die Entwicklung Europas bestimmt.
Eintritt: 5 Euro, Mitglieder 3 Euro, Studierende und Auszubildende ermäßigt 1 Euro.