Oldenburger Forschung

Band 30

Auf Spurensuche mit Bagger und Pinsel. Archäologische Ausgrabungen in Oldenburg.

Archäologie hat Geschichte in Oldenburg und macht Geschichte. Seit etwa 1960 werden regelmäßig Grabungen im ganzen Gebiet der Stadt durchgeführt, mit Schwerpunkt in der historischen Altstadt. Die unterschiedlichen Dokumentationen führen wie bei einem Puzzle mit hunderten von Teilen nach und nach zu einem immer vollständigeren Bild der Stadtgeschichte. So konnte archäologisch nachgewiesen werden, dass die Anfänge der mittelalterlichen Stadt um Jahrhunderte älter sind als die ersten schriftlichen Aufzeichnungen. Ausgrabungen belegen die Wasserversorgung, Ernährung oder Wohnformen der früheren Oldenburger und beleuchten diejenigen Aspekte des täglichen Lebens, die schriftlich nicht überliefert sind. Aber auch vor dem Beginn der Stadt Oldenburg haben Menschen das Gebiet besiedelt; die ältesten Funde hier stammen aus der mittleren Steinzeit. Spektakuläre Einzelfunde wie die Goldscheibenfibel von Wechloy sind in Oldenburg ebenso zu finden wie gängige Befunde aus der Jungsteinzeit.

In 13 Beiträgen gibt dieser Band einen Einblick in die Methoden der Archäologie und die interessantesten Grabungen der Stadt. Dabei wird deutlich, dass erst in der Zusammenschau jahrzehntelanger Grabungen ein realistisches Bild der (Vor)Geschichte Oldenburgs entsteht, das viel konkreter und detailreicher ist, als aus den schriftlichen Quellen alleine ablesbar wäre.