Medienberichte ab 2010

Ein Stück heimischer Medizingeschichte

Erinnerung an Dr. Jacobi

Von Christoph Floren (Text und Bild)

Seine Spurensuche hat Peter Sieve in verschiedene westfälische und niedersächsische Archive geführt. Auf den entscheidenden Hinweis stieß der Autor, der hauptberuflich als Offizialatsarchivar in Vechta tätig ist, im Sterberegister der Vechtaer Propstei St. Georg vom 13. August 1816. Dort war der Tod des 1734 geborenen Amtsphysicus Dr. Franz Joseph Jacobi vermerkt, der seine Stelle in Vechta mehr als 40 Jahre innegehabt hatte.

Am Mittwoch, 21. Mai, stellte Sieve das als Band 29 der Reihe „Oldenburger Forschungen“ erschienene Buch in Vechta vor. Im historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses gab Sieve vor gut 30 Zuhörern Einblicke in seine Recherchen und erläuterte Passagen aus dem im Verlag Isensee (Oldenburg) erschienenen 160-Seiten-Band (ISBN 978-3-7308-1068-2) sowie aus zeitgeschichtlich bedeutsamen Dokumenten.

Das aus einem Jahrbuch-Aufsatz entstandene Buch stellt, so der Herausgeber, unter anderem auch ein Stück unerforschter Medizingeschichte des Oldenburger Landes dar. Trotz seiner regionalen Verdienste um die Modernisierung der Gesundheitsvorsorge und um die Schulbildung im Amt Vechta geriet Dr. Jacobi nach seinem Tod in Vergessenheit. Das von Sieve vorgelegte Buch holt ihn nun wieder ins öffentliche Gedächtnis zurück.

Quelle: NWZonline