Medienberichte ab 2010

Ein Höhepunkt unseres Programms ist die Lesung von Joachim Gauck

Interview

FRAGE: Was sind die Schwerpunkte des neuen Veranstaltungsprogramms des OLV?

RITTNER: Drei Tätigkeitsfelder hat der Landesverein: die Vorträge im Schloss und im Staatsarchiv, die Studienfahrten und das Oldenburger Jahrbuch. In jedem Jahr werden Forschungen zu den Bereichen Geschichte, Archäologie und Naturkunde veröffentlicht – in diesem Jahr erstmals auch zur Kunstgeschichte. Die Referate im Schloss und im Staatsarchiv widmen sich der Regionalgeschichte. Und die Studienfahrten führen zu den Besonderheiten im Oldenburger Land.

FRAGE: Zwei Museumsleiter aus der Region präsentieren die Arbeit Ihrer Häuser. Worum geht es?

RITTNER: Am 6. Oktober wird Professor Dr. Rainer Stamm über einen seiner Vorgänger referieren. Walter Müller-Wulckow, vom Main an die Hunte berufen, hat die vormals großherzogliche Sammlung mit den Ansprüchen seiner Gegenwart verbunden. Und am 17. November wird Prof. Dr. Antje Sander über das Schloss Jever als Residenz Oldenburger Herzöge berichten.

FRAGE: Joachim Gauck hat zugesagt für den Vortrag im Schloss am 9. Februar 2012 …

RITTNER: Das ist ein Höhepunkt unseres Programms. Die Kirchen waren in der DDR die einzigen freien Nischen im real existierenden Sozialismus, der ansonsten mit seinem Unterdrückungsapparat allgegenwärtig war. Der Kirchenmann Joachim Gauck wurde der erste Bundesbeauftragte für die Hinterlassenschaft der Staatssicherheit. Gaucks Autobiografie mündet in eine Hommage an die Demokratie, weil nach seiner Meinung gegenwärtig keine andere Staatsform zu sehen ist, die die Freiheitsrechte und das gesellschaftliche Miteinander in eine funktionierende Lebensform bringen kann und sich dabei auch immer wieder den neuen Herausforderungen anpasst. Gauck wäre vermutlich ein geeigneter Bundespräsident geworden.

FRAGE: Wer trägt die Arbeit des Vereins?

RITTNER: Der Verein besteht seit 160 Jahren und wird getragen von 750 freiwilligen Mitgliedern. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich, freut sich über Resonanz und ist offen für Kritik.

Lesen Sie den Artikel nach unter: NWZonline.