Medienberichte ab 2010

Vorstand des Landesvereins feilt an schärferem Profil

Kulturarbeit – Professor Freisel zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Neues Jahresprogramm

Oldenburg – Wieder komplett ist seit Donnerstag der Vorstand des Oldenburger Landesvereins für Geschichte, Natur und Heimatkunde. Vor dem gut besuchten Landesvereins-Vortrag von Prof. em. Dr. Heinrich Schmidt zur Christianisierung an der Nordseeküste wurden im Saal des Schlosses mit einem einmütigen Votum der ehemalige Vorsitzende Prof. Dr. Ludwig Freisel zum stellvertretenden Vorsitzenden und der Industriekaufmann Rolf Krönke zum Schatzmeister gewählt. Weitere Änderungen im Vorstand um den Vorsitzenden Reinhard Rittner gab es nicht.

Der Vorstand (v. l.): Schatzmeister Rolf Krönke, Vorsitzender Pfarrer i. R. Reinhard Rittner, 1. stellvertretender Vorsitzender Prof. Dr. Ludwig Freisel, 2. stellvertretender Vorsitzender Dr. Helmut Kemnitz sowie Schriftführer Torben Koopmann.
Foto: Karsten Röhr / NWZ

Nötig geworden war die Wahl durch eine unplanmäßige Vakanz auf den beiden Positionen, nachdem Dr. Walter Müller als stellvertretender Vorsitzender und Jochen Behrmann als Schatzmeister im Januar ihre Ämter niedergelegt hatten – mit Hinweis auf den aus ihrer Sicht mangelnden kooperativen Umgang in der Vorstandsarbeit.

Die Amtszeit des aktuellen fünfköpfigen Vorstands endet im Frühjahr 2012, dann gibt es Neuwahlen für alle Vorstandsämter.

Professor Freisel hatte sich letztlich von einer erneuten Kandidatur überzeugen lassen – auch, weil er das in den vergangenen Jahren gelegte Fundament sichern helfen wolle, aus Solidarität mit den alten Vorstandskollegen und aus der Bereitschaft, „die zukunftsweisende Programmatik des neuen Vorstands realisieren zu helfen“.

Der Landesverein hatte in den vergangenen Jahren einen starken Rückgang von 1200 auf heute 740 Mitglieder zu verzeichnen. Gleichwohl ist es noch ein großer Verein, der die Signale erkannt und wichtige Aufgaben bereits angepackt hat. Dazu zählen „die attraktive Umgestaltung des Jahresprogramms und der Internetseite“, so Rittner.

Eine neue siebenköpfige Arbeitsgruppe arbeitet an Profil und Öffentlichkeitsarbeit. Erste Ergebnisse daraus sind die vermehrte Schaffung von Gelegenheiten zu Austausch und Geselligkeit, der Aufbau von Kooperationen mit anderen Vereinen bei größeren Veranstaltungen und Reisen – u. a. die Einladung Joachim Gaucks in den Schlosssaal am 9. Februar 2012 in Zusammenarbeit mit der NWZ –, Wettbewerbe zu Regionalpreis und Schülerpreis 2011, aber auch die Sicherung des Fahrtenwesens nach dem Ausscheiden des verdienten Fahrtenleiters Werner Michaelsen sowie die Fortführung traditioneller Aufgaben wie Oldenburger Jahrbuch und Historische Abende im Staatsarchiv.

Karsten Röhr

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Gut gefüllter Schlosssaal am 5. Mai 2011 beim Vortrag von Prof. em. Dr. Heinrich Schmidt: 2. von links in der 2. Reihe links.